In weniger als einem Monat startet die Globale Divestment Mobilisierung und auf der ganzen Welt laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Bislang wurden mehr als 100 Veranstaltungen eingetragen, die auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machen und die dringende Notwendigkeit betonen sollen, unsere Verbindungen zur Kohle-, Öl- und Gasindustrie zu kappen.

Dieses kurze Video zeigt, warum es so wichtig ist, dass wir Kohle, Öl und Gas endgültig eine Absage erteilen. Die Menschen im Rheinland und auf der ganzen Welt bekommen die zerstörerischen Folgen der fossilen Brennstoffindustrie zu spüren. Wir müssen jegliche Beziehungen zu dieser skrupellosen Branche abbrechen und dafür sorgen, dass alle Städte, Kirchen, Universitäten und Banken ihre Gelder aus Kohle, Öl und Gas abziehen – auch die NRW Städte

Im Folgenden sind nur einige der vielen Ideen aufgeführt, die bisher auf der Karte eingetragen wurden:

In Deutschland werden laufend neue Aktionen und Veranstaltungen angekündigt — von einer Divestment-Aktionswoche in Freiburg, die sich schwerpunktmäßig mit Klimafolgen beschäftigt, einer Kundgebung in Dortmund, die den Abzug von Geldanlagen in umweltschädliche RWE-Aktien fordert, einem Science Slam in Kassel, einem Flashmob in Göttingen, bei dem das lokale Wahrzeichen mit einbezogen wird, bis hin zu einer Großdemo in München — der Kreativität und Entschlossenheit der Menschen sind einfach keine Grenzen gesetzt.

In Brasilien wird in der Kathedrale von Umuarama eine große Gedenkfeier bei Kerzenschein stattfinden, bei der für die vielen Tausend Menschen gebetet werden soll, die in Lateinamerika und rund um den Globus unter Klimakatastrophen zu leiden haben.

350.org Japan richtet einen Tag lang Workshops und öffentliche Veranstaltungen in Tokio aus, um Menschen dazu zu bewegen, ihre Konten nur bei Banken zu eröffnen, die nicht in fossile Energieträger oder Atomkraft investieren.

In ganz Neuseeland und Australien werden die Menschen ihre Kräfte bündeln und sich zu Kundgebungen vor mehreren hundert Filialen der Westpac Banking Corporation versammeln. Sie wollen an die australische Bankgesellschaft appellieren, sich der #StopAdani-Bewegung anzuschließen und nicht mehr in das unselige Mega-Kohlebergwerk des indischen Adani-Konzerns zu investieren.

In Großbritannien haben Angehörige der pflegenden Berufe, kirchliche Einrichtungen und Studierende eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant — vom Bau einer Arche, um auf Risiken durch Überschwemmungen hinzuweisen, über die Beeinflussung britischer Parlamentsabgeordneter, ihre Pensionsfonds von Investitionen in Kohle-, Öl- und Gaskonzerne zu befreien, bis hin zu Anti-Fracking-Aktionen vor Filialgebäuden der Barclays Bank und noch vielerlei mehr.

In Vietnam werden junge Menschen mit zwei riesigen aufblasbaren Lungenflügeln über die Gelände von fünf Universitäten ziehen, um auf die gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe aufmerksam zu machen, während Guerilla Street Art Performances die Divestment-Botschaft in den Straßen von Taipeh in Taiwan verbreiten werden.

In Südafrika werden Studierende der Stellenbosch University und der University of Cape Town ihre Forderungen nach dem Abzug von Universitätsgeldern aus Kohle, Öl und Gas verstärken. Eine dieser Hochschulen wird im Mai die erste Universität des afrikanischen Kontinents werden, die sich zum Divestment verpflichtet — welche der beiden wird es wohl sein?

Koordinierte ölverschmierte Kunstperformances, die an einer Vielzahl von kulturellen Institutionen — vom Louvre über die Nobelstiftung bis zum British Museum — stattfinden, sollen diese Einrichtungen darauf drängen, ihre Verbindungen zu Geldgebern aus der Kohl-, Öl- und Gasindustrie abzubrechen.

Dies sind nur einige der geplanten Veranstaltungen, die uns bereits in ihren Bann gezogen haben. Es ist ganz leicht, sich an der Globalen Divestment Mobilisierung zu beteiligen: Macht einfach bei einer Aktion mit oder tragt eure eigene Veranstaltung ein.

Die Aktionskarte zeigt bereits geplante Aktionen. Dort können aber auch neue Aktionsideen zu einer eigenen Veranstaltung in der Zeit zwischen dem 5. und 13. Mai eingetragen werden. Jede*r, ganz egal wp, kann bei lokalen Institutionen Druck machen und den Abzug von Investitionen aus fossilen Brennstoffe fordern.

Wir können dieser klimafeindlichen Industrie nur dann einen Schlag versetzen, wenn wir alle zusammenkommen und sie lautstark genug anprangern für das, was sie eigentlich ist: eine unmoralische und gefährliche Industrie, die im Widerspruch zu einer sicheren Zukunft steht.

 

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